Was ist eigentlich eine Straußwirtschaft?

Nach einer Legende erließ Karl der Große um 800 das »capitulare de villis vel curtis imperii«, in dem er den Weinbauern erlaubte, einen Teil des Weins im eigenen Haus auszuschenken. Den Zeitpunkt des Ausschanks zeigten die Winzer an, indem Sie einen Strauß, Besen oder Kranz vors Haus hängten. Auch heute sind Straußwirtschaften einigen Beschränkungen unterworfen. So dürfen diese z. B. höchstens vier Monate im Jahr geöffnet sein. Es werden einfache Speisen angeboten. Sie ist weder ein Schnellimbiss noch ein Restaurant. Für uns ein Ort der Toleranz und des Miteinanders. Wer  Improvisation sowie familiäre Atmosphäre mag und ein Gespräch mit fremden Tischnachbarn nicht scheut, ist in einer Straußwirtschaft gut aufgehoben.