Was ist eigentlich eine Straußwirtschaft?

Nach einer Legende erließ Karl der Große um 800 das »capitulare de villis vel curtis imperii«, in dem er den Weinbauern erlaubte, einen Teil des Weins im eigenen Haus auszuschenken. Den Zeitpunkt des Ausschanks zeigten die Winzer an, indem Sie einen Strauß, Besen oder Kranz vors Haus hängten. Auch heute sind Straußwirtschaften einigen Beschränkungen unterworfen. So dürfen diese z. B. höchstens vier Monate im Jahr geöffnet sein. Es werden einfache Speisen angeboten. Sie ist weder ein Schnellimbiss noch ein Restaurant. Für uns ein Ort der Toleranz und des Miteinanders. Wer  Improvisation sowie familiäre Atmosphäre mag und ein Gespräch mit fremden Tischnachbarn nicht scheut, ist in einer Straußwirtschaft gut aufgehoben.

2019 standen wir aus gesundheitlichen Gründen (und kurz darauf durch Corona) vor der Entscheidung, Straußwirtschaft schließen oder Konzept ändern?

Als Gäste sagten ‚öffnet bitte und schenkt doch wenigstens Wein aus – wir bringen notfalls selbst das Essen mit‘, haben wir uns entschlossen, einen ‚Weingarten‘ zu starten. Mittwochs und donnerstags als ‚Dämmerschoppen‘ zum gemütlichen Feierabendausklang bei Wein mit kleinen Speisen. Da es nur im Außenbereich ist und wir auf Selbstbedienung umgestellt haben, können wir nun auch den Garten bewirten.

Ermutigt durch die vielen positiven Rückmeldungen werden wir an diesem neuen Konzept vorerst festhalten.

 

Wechselnde kleine Speisen. Einfach, mit Liebe und guten Produkten zubereitet